"Freude und Motivation sind noch immer ungebrochen", sagte Björndalen auf einer extra dafür einberufenen Pressekonferenz. "Ich hätte gerne noch ein paar Jahre weitergemacht." Zuletzt mehrmals aufgetretene Herzrhythmusstörungen verhinderten das allerdings.
Die Entscheidung sei im Kreise seiner Familie gefallen, mit der er nach seinem Karriereende wieder mehr Zeit verbringen wolle. "Meine Familie und Freunde waren stets mein Anker", unterstrich Björndalen den besonderen Stellenwert seiner Familienmitglieder.
Entscheidung über Björndalens Zukunft steht aus
Björndalen gewann zwischen 1998 bis 2014 achtmal Gold bei einem Olympischen Wettbewerb und verbuchte in seiner langen Karriere insgesamt über 94 Weltcup-Siege. Zuletzt war ihm aber die Qualifikation für Pyeongchang 2018 nicht gelungen.
"Da blieb ich absolut unter meinen Erwartungen", blickte Björndalen auf seine persönlich enttäuschende Saison zurück.
Ob und wie der Vater einer zweijährigen Tochter dem Sport erhalten bleiben wird, ist derzeit noch nicht bekannt. Eigenen Angaben zufolge besitze er aber einige Optionen für die Zeit nach der aktiven Karriere. Unter anderem brachte Präsident Anders Besseberg vom Weltverband IBU bracht Björndalen als seinen Nachfolger ins Gespräch.
Ole Einar Björndalens 13 Medaillen bei Olympischen Spielen
Medaille | Olympische Spiele | Disziplin |
Gold | 1998 Nagano | Sprint |
Silber | 1998 Nagano | Staffel |
Gold | 2002 Salt Lake City | Einzel |
Gold | 2002 Salt Lake City | Sprint |
Gold | 2002 Salt Lake City | Verfolgung |
Gold | 2002 Salt Lake City | Staffel |
Silber | 2006 Turin | Einzel |
Silber | 2006 Turin | Verfolgung |
Bronze | 2006 Turin | Massenstart |
Silber | 2010 Vancouver | Einzel |
Gold | 2010 Vancouver | Staffel |
Gold | 2014 Sotschi | Sprint |
Gold | 2014 Sotschi | Mixed-Staffel |